Christian Klein – Fotograf auf Teneriffa über sich, den Hamilton Blur und das Festhalten von Emotionen

Christian Klein ist Fotograf auf Teneriffa und viel barfuss in der Natur unterwegs

Ich fotografiere Emotionen, Deine, meine…

Stell Dir jemand vor, der barfuss durch die Natur streift, irgendwo zwischen Frühling und Sommer, jedenfalls ist es angenehm warm. Der leise Sommerwind läßt die Bäume sanft rauschen und die Zikaden spielen ihr Lied… Licht und Schatten spielen mit dem Gras unter den Bäumen und Sommervögel zwitschern über dir. Alles ist friedlich um Dich herum…
Ja, ich bin der mit der Kamera in der Hand, der die Emotion, die uns beide an diesen Ort führt, immer auf’s Neue fest hält.

Eigentlich wäre ich heute Pianist

Falls Dir jemand erzählt hat, dass ich eigentlich Pianist werden wollte/sollte – ja, das stimmt. Und wenn Du meine bevorzugte Bildsprache kennst, bei der der Hamilton Blur oft vorkommt, kannst Du dir schon denken, dass ich mehr der Impressionist mit der Kamera in der Hand bin.
Wie nicht anders zu erwarten, gefällt mit die Musik von Debussy, Ravel und Faure. Aber gerne spiele ich auch Chopin, Listz und Rachmaninoff.

Am liebsten bin ich in der Natur…

Dort, wo ich meistens bin, auf Teneriffa, ist die Natur in der Tat »Hauptdarsteller«. Immer geht es irgendwie bergauf oder bergab, der Norden ist frühlingshaft warm und sehr grün, der Süden sommerlich und sehr trocken.

Ganz gleich welcher Teil der Insel – sie faszinieren mich alle und ich bewege mich dort gern – zumeist eben barfuss. Warum? Weil man dann die Natur noch mehr spürt.

Was treibt mich an?

Mich treibt an, anderen eine Freude zu bereiten. Das Strahlen in den Augen derer, die meine Bilder betrachten, aber auch die meine eigene stille Freude über ein einfach schönes Bild – ein Bild, das eine positive Emotion transportiert.

Berufliche Fotografie

Als Berufsfotograf bedeutet das, die Vorstellungen der Kunden in bewegende Bilder zu verwandeln.
Mal ist das näher an der Emotion, die ich am liebsten fotografisch fest halte, dem friedlichen Sommernachmittag – das ist z.B. bei Fotoshootings für Privatkunden sehr oft der Fall. Mal sind die Themen sachlicher, wie z. B. bei Immobilien- oder Firmen-Aufträgen.
Dennoch macht mir beides Spaß, denn ich möchte ja Emotion im Bild kommunizieren.

Private Projekte

In meinen privaten Projekten, die ich als Fotograf auf Teneriffa meistens in der Natur umsetze, kann ich dann an den vielen Facetten, die das Thema Sommer, Sonne, Sommerwind für mich hat, arbeiten.

Das ist ein sehr entspanntes Arbeiten und dafür suche ich mir Modelle aus, die ich entweder privat kenne oder die ich beruflich hier auf der Insel kennen gelernt habe.
Jedenfalls teilen wir eines: die Liebe zum friedlichen entspannten Moment.

Und: ein Element, das ich aber auch noch mal in meinem Blog aufgreifen werde: ein Fotoshooting, gerade im Hamilton Blur, ist für mich nicht notwendigerweise mit einem erotischen Sujet zu verbinden – im Gegenteil. Die Thematik ist für mich neutral, frisch, paßt auf das Shooting mit einer jungen Familie mit Kindern genauso wie auf ein mehr privater ausgelegtes Shooting.

Chris und der Hamilton Blur

Ganz grundsätzlich halte ich es für wichtig ein paar Dinge von einander zu trennen.

  • Den Hamilton Blur und die Person Ihres »Erfinders«
  • Den Hamilton Blur und Erotik

Weil ich an anderer Stelle noch ein wenig mehr zu den Punkten sagen möchte, hier nur ein paar kurze Anmerkungen.

Warum verwende ich überhaupt die Begrifflichkeit »Hamilton Blur«?

Ich habe den Mann, der der Technik ihren Namen gab, nie kennen gelernt.
Allerdings habe ich mich mit einem direkten Schüler von ihm unterhalten und dort erfahren, dass Hamilton von seinen Schülern erwartete, die Technik geheim zu halten.
Also macht es an sich technisch wenig Sinn, wenn ich bei meiner Weichzeichner-Technik von »Hamilton Blur« spreche – eigentlich. Aber da ich gerne etwas dazu erkläre, wie man den Effekt hin bekommt, ermögliche ich durch den Gebrauch dieses Schlagwortes anderen Menschen, meine Erläuterungen zu finden. So ist Google, so ist das Internet. So gesehen macht es doch Sinn von »Hamilton Blur« zu sprechen.

Ich trenne den Hamilton Blur von der Person David Hamilton

Hamilton war wirklich nicht er der Erste, der einen vom Weichzeichner geprägten, gemäldehaften Stil verwendete.
Die Piktorialisten taten die schon ein halbes Jahrhundert vor dem berühmten Briten.

Aber Hamilton verwendete diesen bestimmten Weichzeichner-Stil und erlangte weltweite Bekanntheit. So drückte diesem Stil seinen Namen auf. Dass er ein Geheimnis um die Technik dahinter machte, tat ein Übriges.

Mehr mehr beginnt sich diese Technik langsam von ihrem Namensgeber zu »emanzipieren«.

Ich trenne den Hamilton Blur von Erotischer Fotografie

Aus den o.g. Gründen wurde der Weichzeichnerstil Hamiltons lange mit dem Sujet des Akts in Verbindung gebracht.
Das ist allerdings – wie der Rückgriff auf die Piktorialisten zeigt – nur ein Teil des fotografischen Spektrums, das mit dem Weichzeichnerstil aus Ramatuelle bedient werden kann. Auch Hamilton verwendete seine Technik für Landschaften, Städte und Stillleben.

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Hamilton Blur an der Playa de Sotavento de Jandia Christian Klein Fotograf Hamilton Blur